Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

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„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

Knochenfund in Rudnik (Hermannseifen) ist möglicherweise auf ein Vertreibungsverbrechen zurück zu führen

Rudnik hrobyAktualiziert: Herrmannseifen 29.06.1945: Erschießung durch Urteil des Kommandanten von Arnau vor der ganzen Gemeinde von: Struchlik Alois,  Arbiter, Stransky Josef,  Friseurmeister, Gaber Josef,  Bäckermeister, Pohl Andreas, Fleischermeister mit Sohn Franz Pohl. Frau Pohl hat sich erhängt. -

Josef Renner: Aus Schreckentage von Hermannseifen

Erwartungsgemäß wurden in dem ehemals deutschen nordböhmischen Sprachgebiet, diesmal im KreisRudnik pohled Trutnov/Trautenau, erneut menschliche Überreste gefunden, die mutmaßlich den deutschen Vertreibungsopfern vom Sommer 1945 zugeordnet werden. Eine Sprecherin der der Nachrichtenagentur ČTK erklärte am Donnerstag, es bestehe Mordverdacht. Entsprechend hat die Polizei die Exhumierung der Leichen angeordnet.

 

Die örtliche Geschichtsforscherin Olga Hajkova konnte bestätigen, dass laut Augenzeugen an dieser Stelle im Juni 1945 fünf Sudetendeutsche erschossen wurden. Alle Ortsansässigen hätten zuvor mit anschauen müssen, wie die fünf Ermordeten ihr eigenes Grab schaufelten. Es sieht danach aus, dass noch nach Rechtfertigungsgründen für diese Tat gesucht wird. So will man sich noch nicht festlegen, ob Partisanen oder tschechoslowakische Armeeangehörige dahinter standen und geht davon aus, dass die deutschen Männer Waffen versteckt hielten. 

Aus vielen Berichten ist bekannt, dass in den noch wenig erforschten nordböhmischen Gebieten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg an fast allen Orten die Männer und männlichen Jugendlichen eingesammelt, zum Teil schwer gefoltert und ermordet wurden. Während die ehemaligen Deutschen nach eigener Darstellung während der Hitlerzeit in dem ländlichen Nordböhmen, dort lebten unter ihnen auch Tschechen und Tschechisch-Deutsche, wenig von den Weltkriegsereignissen mitbekamen und weiterhin ihrer Landwirtschaft nachgingen, hat sich in Tschechiens Rückschau auch für diese Region die Bezeichnung des "Nazi-Terrorregimes" durchgesetzt.

Nach den Untersuchungen des Knochenfundes in Dobronin im Jahre 2010, währenddessen die unterschiedlichsten Spekulationen in Umlauf gebracht wurden, konnten sich die deutschen Angehörigen erst nach drei Jahren im mährischen Jihlava im Rahmen einer Trauerfeier von ihren ermordeten Angehörigen verabschieden. Man muss damit rechnen, dass auch in diesem Fall die Recherche lang angelegt ist. 

 

Jan Šinágl, 27.4.2014

* * *

Auszug aus den Heften "Riesengebirgsheimat"

Herrmannseifen

29.06.1945

Erschießung durch Urteil des Kommandanten von Arnau vor der ganzen Gemeinde von:

Struchlik Alois,  Arbeiter

Stransky, Josef,  Friseurmeister

Gaber Josef,  Bäckermeister

Pohl Andreas, Fleischermeister mit Sohn Franz Pohl

Frau Pohl hat sich erhängt.

* * *

Klein-Borowitz

21.06.1945

Müller Herr Linhart und Frau auf Befehl des Arnauer tschechischen Kommandanten Kapitän Wurm aus Horschitz in dessen Anwesenheit erschossen.

* * *

Aus Schreckentage

Josef Renner,

"September-Heimatbrief 1949", einem Vorläufer seiner Zeitschrift "Riesengebirgsheimat"

"Am 29.Juni 1945 waren alle Einwohner von Hermannseifen und Mohren für zwei Uhr nachmittags zur Turnhalle in Hermannseifen bestellt. Niemand wußte, warum. Durch den Pfarrer von Mohren erfuhr ich, daß fünf Männer aus Hermannseifen, bei denen man Waffen gefunden habe, zum Tode verurteilt und in Gegenwart der ganzen Gemeinde erschossen werden sollten. Der Pfarrer von Mohren empfahl dem Seelsorger von Hermannseifen, er möge den Kommandanten ersuchen, um den zum Tode Verurteilten geistlichen Trost zu spenden. Dieser fragte auch sofort einen Soldaten, ob er nicht zu diesem Zwecke den Kommandanten sprechen könne. Die Antwort für ihn und für den Pfarrer von Mohren waren Schläge mit der Peitsche. Das brachte aber die geistlichen Herren nicht aus der Ruhe. Der Hermannseifner Seelsorger sagte, er werde dies dem Bischof melden. Jetzt wandte sich die ganze Wut gegen ihn. Mit den Händen und mit der Peitsche wurde er mishandelt und mit der Waffe bedroht. Als er dann losgelassen wurde, stellte er sich hintenhin, um nicht aufzufallen. Die Verurteilten, die furchtbar ausschauten, wurden vorgeführt und beim Walde aufgestellt. Es waren dies: der Fleischermeister Andreas Kohl und sein Sohn Franz Kohl, der Bäckermeister Josef Gaber, der Friseur Josef Stransky und der Arbeiter Alois Stuchlik. Die Namen der Fünf wurden verlesen und verkündet, daß sie wegen verbotenem Waffenbesitz zum Tode durch Erschießen verurteilt worden sind. Unterzeichnet war dieses Urteil vom Kommandanten der Garnison in Arnau. Die fünf Männer wurden wieder an ihren Ort zum Walde zurückgeführt und mußten sich dort ihr Grab selbst schaufeln. Plötzlich wurde der Seelsorger von Hermannseifen gerufen. Er trat vor und wurde von den Partisanen mit Zustimmung des Kommandanten unter großem Gelächter und zur Freude der anwesenden Tschechen mit einigen anderen zum Grabschaufeln bestimmt. Während des Schaufelns bemühte sich der Pfarrer, sich mit den Verurteilten zu verständigen und um sie aufzufordern, Reue zu erwecken. Er durfte aber nicht sprechen. Es dürften aber alle Verurteilten seine Anwesendheit richtig verstanden haben. Der Pfarrer mußte dann zurückgehen, aber vorn sich anstellen. Die fünf Verurteilten mußten sich in die zwei Gruben stellen. In die eine zwei in die andere drei. Dann marschierten 25 Partisanen auf. Auf jeden Verurteilten wurden fünf Schüsse abgegeben. Da wurde der Pfarrer von Hermannseifen wieder nach vorn gerufen und mit einigen anderen mußte er alle fünf Toten aus der Grube herausheben und jede Grube einen Meter tief graben. Hierauf wurden die Erschossenen in das Grab gelegt, jede Blutspur beseitigt und die Gräber zugeschaufelt. Dieser Vorgang dauerte zwei Stunden, und alles stand unter Bewachung. Als alle weggegangen waren, sagte ein Soldat zu Pfarrer, er könnte jetzt am Grab beten. Damit war nicht genug, der Pfarrer wurde dann im Einzelverhör in die Folterkammer gerufen. Dort drohte man ihm mit der Erschießung. Wie er später einmal erzählte, hatte er selbst mit dem Leben abgeschlossen, und wenn er jetzt noch an diesen Tag zurückdenkt, so dankt er Gott, daß er den Verurteilten nahe sein durfte, um sie zur Reue zu mahnen. Was sich in Hermannseifen abspielte, hat sich in vielen Gemeinden ereignet."

Unter den "einigen anderen", die zum Grabschaufeln bestimmt wurden, befand sich auch mein Großvater Friedrich Zirm.

http://archive.today/nuoH#selection-43.0-49.1

P.S.

Im Original Artikel steht es Kohl, es scheint dass  Pohl, riichtig ist:

https://www.yumpu.com/de/document/view/19160383/september-heimatbrief-1949-von-josef-renner-rg-inhalte

Auf PDF-Datei (Seite 8) Andreas und Franz Kohl. J.Š.

 

 

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